
Space Jockey ist der Spitzname einer außerirdischen Lebensform aus den Alien
Film-, Comic- und Spieleserien. Diese sehr große, biomechanische
Kreatur könnte das erste Opfer (natürlich auch von den Erschöpfern) der
Xenomorphe sein, die man ebenfalls in den Alienserien sehen konnte.
Die
Entdeckung dieser Spezies fand im ersten Alienfilm statt, als das
Handelsraumschiff Nostromo auf dem Mond LV-426 landete um einem
mysteriösen Notsignal auf den Grund zu gehen. Was die Mannschaft der
Nostromo fand, war ein Raumschiffwrack mit einer toten und unbekannten
Lebensform im Inneren des Schiffes. Allem Anschein nach handelte es
sich um den Piloten.
Es wurden weder weitere Überreste gefunden,
noch gab es in den folgenden Filmen der Serie irgendwelche weiteren
Hinweise hinsichtlich dieser unbekannten Lebensform.
Woher kommt der Name "Space Jockey" überhaupt ?

Das Produktionsteam des Alienfilms, das ja keinerlei Ansatz für einen
angemessenen technischen Fachausdruck hatte, gab der Kreatur die an
Bord des Raumschiffwracks gefunden wurde den Spitznamen "Der Space
Jockey". H.R. Giger, der das Raumschiffwrack, den Space Jockey und den
Xenomorph entworfen hatte, gab dem unbekannten Piloten den Namen "Der
Pilot". Die größte Ansammlung an gesprochener Information kann im Spiel
Aliens versus Predator 2 gefunden werden, in welchem die Spezies
kollektiv als Pilot - im Kontrast zu Mensch, Alien oder Predator -
bezeichnet wurde. Im einem Buch von Steve Perry mit Titel Earth Hive
werden die Space Jockeys als Collectors (zu deutsch als Sammler), da
sie Xenomorpheier sammeln, in Verbindung gebracht. Einen Space
Jockey kann man sogar später im Buch sehen, in welchem er mit
verschiedensten Namen, wie z.B. Spacer, Elefantenmann, elefantenhafte
Kreatur, Alienkreatur, usw. tituliert wird.
Den gegenwärtigsten
Namen hat der unbekannte Pilot in dem Roman Aliens: Original Sin von
Michael Friedman in dem er als Mala’kak bezeichnet wird. Im Geheimen
wird er aber dennoch manchmal noch als der Pilot oder der Pilot der
Leute bezeichnet.
Erscheinungen in Film und Medien

Der einzige Film in welchem der Space Jockey Pilot selber gezeigt wurde, war der originale Alienfilm von 1979.
Der
aus der Schweiz stammende surrealistische Künstler H.R. Giger wurde mit
dem Entwurf der Titelkreatur des Alienfilms und der Umgebung auf dem
Alienplaneten beauftragt. Der Space Jockey war nur eines der vielen
Dinge die er für den Film erstellt hatte. Die Szene innerhalb des
Raumschiffwrackinneren mit dem Space Jockey war, in Übereinstimmung mit
den Autoren, eine unentbehrliche Szene, obwohl die Produktionsfirma von
Fox diese Szene aus Kostengründen aus dem Film streichen wollte. Aber
letztendlich haben die Filmemacher gewonnen und die Szene wurde gefilmt.
Der
Space Jockey und das Raumschiffwrackinterieur wurde im Originalmaßstab
von H.R. Giger gebaut. Die Space Jockey Figur war ca. 8m gross. Eine
kleinere Version dieser Figur wurde auch noch gebaut, aber dann von
Brandstiftern während der Ausstellung am ägyptischen Theater in
Hollywood, zerstört.
Die Space Jockeys werden weder in einem der
späteren Filme gezeigt oder irgendwie auf andere Weise in Bezug
gebracht. Dennoch wurden sie aber in vielen der Videospiele und
Comicserien hervorgehoben. Sie hatten in verschiedensten Dark Horse
Comics in Veröffentlichungen auf Basis der Aliens ihren Auftritt.
Einige der Leser spekulierten über eine eventuelle Verbindung zu den
Predatoren. Im Bonusmaterial der Special Edition der Alien DVD brachte
Regisseur Ridley Scott seine Meinung zum Ausdruck in der er meinte,
dass die Erforschung der Hintergrundgeschichte des Space Jockeys eine
interessante neue Richtung für die Serien sein könnte.
In Mark
Verheiden’s Grafikromanserie Aliens gibt es eine Begegnung mit einer
Space Jockey - haften Kreatur welcher es möglich ist mit Menschen
telepathisch zu kommunizieren.

Der Space Jockey wird mit rosaroter Haut, einem Schwanz, einem elefantenhaften Rüssel und gelben
Kreuzaugen gezeigt. In den Romanen werden die Space Jockeys als
Kreaturen, die nichts Gutes im Schilde führen, gezeigt. Sie setzten die
Xenomorphe ein, um alles Leben auf einer Welt auszulöschen. Auf diese
Weise konnten sie den Planeten für sich selber beanspruchen. Nach der
Veröffentlichung von Alien³ wurden diese Bücher neu aufgelegt und mit
dem Tod von Ripley, Hicks und Newt aufgepeppt. Später folgende Bücher
bauten aber nie auf dieser Idee weiter auf. In dem am meisten
Informationen bezüglich der Space Jockeys liefernden Buch, Aliens:
Original Sin, werden die Space Jockeys durchgängig erwähnt und
über sie diskutiert. Gegen Ende erfährt der Leser, daß die Space Jockeys versuchen eine Gruppe von Aliens zu züchten.
Eine Version des Space Jockeys, die auf einer Parodie beruht, wird in einer
Episode von Captain Simian & the Space Monkeys gezeigt. Anstelle
der teleskophaften Einheit spielt dieser versteinerte Space Jockey auf
einem Saxophon.
Die Multiplayersektion des Xbox Spiels Conker:
Live and Reloaded beinhaltet eine kurze Parodie des Space Jockey
Schiffs indem es als Gehäuseeinheit für den versteinerten Panther King
genutzt wird.
Die Dominaminiatur für den Games Workshop Epic
40.000 hat auf der Rückseite eine Figur sitzen, die wie ein Space
Jockey aussieht.
Eine ziemlich ähnliche Version des Space Jockeys erscheint auch als finaler Endgegner in dem NES Contra Spiel Super C.
Biologische und historische Informationen
Physiologie:
In der Romanausgabe zum Film Alien von Alan Dean Foster beschreibt Ash die
Space Jockeys als stattliche, ehrenhafte Lebewesen und hofft darauf,
daß die Menschheit mit ihnen eines Tages unter angenehmeren Umständen
zusammentrifft.

Des Weiteren sind die Space Jockeys den Menschen in
Größe und Kraft weit überlegen und besitzen möglicherweise eine viel
höhere Intelligenz als die Menschen. Den ersten Space Jockey konnte man
im originalen Alienfilm als einen gigantischen und humanoid aussehenden
Körper, der vor einer teleskophaften Einheit innerhalb des
Raumschiffwracks sitzt, sehen. Da alles versteinert war, kann man davon
ausgehen, daß sich der Space Jockey schon sehr lange an dem Ort befunden
hat. Es hat den Anschein, als wäre der Space Jockey den die Mannschaft
der Nostromo innerhalb des Raumschiffwracks gefunden hatte mit dem
Bedienstuhl des Teleskops verwachsen. So, als wäre er damit
verschmolzen. Die Rippen des Brustkörpers waren nach außen gedrückt -
deswegen liegt der Schluß nahe, daß ein Xenomorph (Chestburster) aus
der Kreatur ausgebrochen ist. Es gab aber keinerlei Zusammenstoß mit
erwachsenen Xenomorphen im Raumschiffwrack.In den Comics wird der Space
Jockey mit einem elefantenhaften Rüssel gezeigt.

Dies aber steht im Widerspruch zum Originalkonzept. Eine Überprüfung der Konzeptentwürfe
von H.R. Giger zeigt, daß der "Rüssel" als Luftschlauch gedacht war und
ein Helm, der den Kopf des Space Jockeys umgibt, vorhanden ist. Dies
untermauert auch der Umstand, daß weiches Gewebe wie der elefantenhafte
Rüssel nicht versteinert. Das schließt aber die Möglichkeit einer
anderen Art Rüssel nicht aus. Der in den Comics sieht aber am Ehesten
elefantenhaft aus. Keine der Arbeiten stellt den Space Jockey mit einem
"Rüssel" in einer bestimmten Richtlinie dar. Der einzige Hinweis nach
dem man sich richten kann gibt es im Alienfilm, dem dazugehörigen
Filmroman und anderen direkt filmbezogenen Arbeiten.
Möglicherweise
werden "Rüssel" und der "Helm" falsch interpretiert, bzw.
identifiziert. Es könnte sich in Wirklichkeit um die versteinerten
sterblichen Überreste des Facehuggerstadiums eines Xenomorphs, welcher
sich selber am Piloten festgeklammert hatte. Der Pilot und das
Raumschiff sind von Xenomorphausscheidungen in Form von Resin überzogen
und umgewandelt worden, was man auch in den anderen Filmen sehen kann.
Zusätzlich enthält die Originalversion (was man zwar visualisierte,
aber nie geschrieben hat), daß das Schiff des Space Jockeys auf LV-426
stürzte oder landete und dies ca. 8 - 10 Millionen Jahre bevor das
Schiff von der Nostromo entdeckt wurde. Es sollte der Eindruck
entstehen, als wäre es auf eine unbekannte Weise, gedacht als Spitze
einer Pyramidenstruktur, welche die Spitze eines enormen unterirdischen
Tempels, der die Xenomorpheier beinhaltet, geschleppt worden. Dies wird
auch im ersten Alienfilm klar, als Kane den höhlenartigen Dorn am Boden
des Space Jockey Raumschiffes bemerkt. Man sollte dazu ebenfalls noch
erwähnen, daß trotz späteren Neufassungen und Storylines, Giger und
O’Bannon den Piloten so gestaltet haben, daß er wie eine freundliche
und sympatische Lebensform aussieht.
Zusammenhang zwischen Xenomorphen und anderen Rassen

Über die Rasse der Space Jockeys ist nichts oder so gut wie nichts bekannt.
Die prinzipielle Theorie mit ihrer Verbindung zu den Xenomorphen,
welche nur kurz von Ridley Scott im Kommentar des Regisseurs auf der
ersten Alien DVD erwähnt wird, ist die, daß die Space Jockeys die
Xenomorphe als biogenetische Waffe erschaffen hatten, um damit einen
historischen Krieg auszutragen. Diese Alieneier sollten als eine Art
"Bombe" auf dem befeindeten Planeten eingesetzt werden. Die Xenomorphe
würden dann selbständig die gesamte Population töten indem sie diese
auch u.a. als Wirte nutzen, um sich selber zu vermehren. Die Xenomorphe
waren dann aber eigentlich, genetisch bedingt darauf ausgelegt, nach
diesem Vorgang abzusterben. Es scheint jedoch so, daß sie mutierten und
sogar weiter wuchsen nachdem sie ihre Opfer getötet hatten. Man kann
annehmen, daß die Space Jockeys dann jedoch durch ihre eigene Schöpfung
vernichtet wurden. Falls das Raumschiffwrack ein Schiff repräsentierte,
daß sich auf dem Weg zu einem Feindgebiet mit Ladung an Bord befand und
die Mannschaft danach versuchte, die Monster, die sie geschaffen hatten
zu vernichten oder ob dieser Space Jockey sogar das letzte Mitglied
einer ausgerotteten Rasse war, um in einem verzweifelten Versuch das
Leben des eigenen Volkes in der Galaxie vor der Kreatur, die sie zum
Tode verurteilten, zu sichern. Darüber gibt es aber noch keine
detaillierten und sicheren Informationen. Unabhängig von dieser
Information wurde der Pilot selber mit einem Xenomorph infiziert und
dann getötet. Es könnte aber auch eine Warnung der Space Jockeys an
andere Schiffe gewesen sein die den Mond passierten, um diesen nicht zu
betreten.

Der unerklärliche Zweck des "blauen Dunstes" der die Eier
im Frachtraum umgibt offenbart keine direkte Anlehnung zu dieser
Schlussfolgerung. Dies weißt aber auf eine Möglichkeit hin, daß die
Alieneier absichtlich in Stasis gebracht wurden, um diese dann später
eventuell für einen militärischen Zweck einzusetzen. Die Predatoren
züchteten, übereinstimmend mit dem Alien vs. Predator Film, Xenomorphe
für die Jagd.
Ob die Predatoren in irgendeinen Kontakt oder im
Zusammenhang mit den Space Jockeys stehen ist jedoch vollkommen
unbekannt und deshalb bloß ein Grund zur Spekulation.
Eine
andere Möglichkeit hingegen wäre, daß das abgestürzte Raumschiff, das
im Alienfilm gefunden wurde, das Ergebnis eines kurzen Zusammenstoßes
zwischen den Space Jockeys und den Xenomorphen gewesen sein könnte.
Ziemlich identisch mit den Ereignissen die die menschlichen
Protagonisten erfahren haben. Alan Dean Foster’s Romanauflage des Films
geht davon aus, daß die Space Jockeys versuchten die Menschen zu
warnen, während Mark Verheiden’s Grafikroman einen Plan der Space
Jockeys für eine Invasion des Mondes beschreibt nachdem die Aliens alle
Menschen ausgelöscht hatten.
In Hinsicht darauf sollte man jedoch
noch anmerken, daß in Übereinstimmung mit dem Comic "The Destroying
Angels", die Biomechanoiden sogar lange bevor die Menschheit existierte
(ihre Zivilisation wurde vor 1.6 Millionen Jahren durch die Aliens
ausgelöscht) lebten und dieses Funknotsignal dazu bestimmt gewesen sein
könnte ihre eigene Art zu warnen.

Eine weniger bekannte Geschichte der Space Jockeys kommt von einer anderen Quelle und nicht von den
DVDs. In Anlehnung zu "The Alien Portfolio" von John Mollo und Ron Cobb
erzählt Cobb aus der Hintergrundgeschichte von Alienschöpfer Dan
O’Bannon, wonach die Space Jockeys einfach mit Kurs zur Erfoschung auf
dem Mond gelandet sind und dann da auf die Alieneier stießen. Seitdem
der Planet zum Absterben verdammt war und sie nicht realisierten, wie
gefährlich die Alieneier waren, luden sie die Eier in ihren Frachtraum
und machten sich bereit für den Start. Noch vor dem Startvorgang wurde
ein Alien aus einem der Mannschaftsmitglieder, das parasitiert war,
"geboren". Die Besatzung tötete eventuell das Alien. Dies aber auf
Kosten der Raumschiffhülle, die dadurch beschädigt wurde. Als sie alle
zum Sterben verurteilt waren und auch einer nach dem anderen verstarb,
richtete noch einer der Space Jockeys ein Funkwarnsignal ein damit
andere Raumschiffe nicht hier landen und vom selben Schicksal ereilt
werden.Dies wird auch in der Filmromanausgabe Alien von Alan Dean
Foster in der Szene als Ash mit Ripley, Lambert und Parker über ihre
Chancen gegen die Aliens diskutierte. Aus allen Quellen ist das
Portfolio die einzige, die in Verbindung zum Film steht und eine
vollständige Reihe, hinsichtlich der Beschreibung von Ereignissen
bezüglich des Zusammentreffens der Space Jockeys mit den Aliens bietet.
Technologie
Es hat sich mitunter bei der Fangemeinde
theoretisiert, daß die Space Jockeys Raumschiffe organisch wachsen
lassen können. (Verweis an die Kategorie "Genauere Details zum
Raumschiffwrack" bezüglich mehr Informationen).
Der Frachtraum des
Space Jockey Raumschiffs war mit Eiern die Xenomorph - Facehugger
beinhalteten gefüllt (das zweite Lebensstadium im Xenomorph
Lebenszyklus), welche sich, umgeben von einem blauen Dunst, in Stasis
befanden.

Des Weiteren wurde eine andere Theorie von den Fans
aufgestellt die besagt, daß die Space Jockeys die Xenomorphe aufgrund
des ähnlichen Designs zwischen dem biomechanischen Raumschiff und den
feindseligen Aliens erschaffen hatten. Letztendlich ist auch das
expandierende Alienuniversum dafür verantwortlich, daß diese Theorie in
verschiedenster Literatur anerkannt wird.
Die Romanausgabe zum Film
von Alan Dean Foster besagt andererseits, daß die Space Jockeys die
Aliens auf LV-426 gefunden hatten. Diesbezüglich existiert aber kein
schlüssiger Beweis in den folgenden Filmserien die diese Behauptung
untermauern, daß die Space Jockeys die Aliens erschaffen hatten. Es
dürfte jedoch klar sein, daß die Rasse der Space Jockeys über eine sehr
fortschrittliche Technologie verfügt. Dies läßt natürlich die
Möglichkeit offen, daß die Space Jockeys zumindest die Hand bei der
Entstehung der Xenomorphe mit im Spiel hatten.
Im Filmkommentar des
Regisseurs Ridley Scott zum Alienfilm machte dieser eine kleine
Anspielung auf die Frage wieso sich die Xenomorphe auf dem
Raumschiffwrack befanden. Laut der Vorstellung von Ridley Scott waren
die Xenomorphe als Waffe, erschaffen von den Space Jockeys, gedacht und
das Raumschiff, welches auf LV-426 gefunden wurde, stellte ein
Transportfahrzeug dar. Eine Art "Kampfwagen", welcher die Xenomorphe zu
einem unbekannten Ziel-, bzw. Einsatzort transportierte. Scott machte
weiterhin die Anmerkung, daß er sehr gerne "Alien 5 oder Alien 6"
drehen möchte, in denen die Zuschauer auch in den Heimatplaneten der
Xenomorphe eingeweiht werden sollen. Er machte aber keine Referenz
bezüglich des selben Planeten von welchem die Space Jockeys kommen.
Genauere Details zum Raumschiffwrack

Das Raumschiffwrack (oder The Derelict) ist der Name, den man dem
verlassenen Alienraumschiff, daß von der Mannschaft des Raumfrachers
Nostromo im Science Fiction Film Alien aus dem Jahre 1979 entdeckt
wurde, gegeben hatte. Das Raumschiffwrack wurde von einer Spezies die
unter dem Namen Space Jockeys bekannt ist gebaut. Es wurde dann von der
Besatzung der Nostromo aufgrund des misteriösen SOS Signals, daß seinen
Ursprung von diesem Ort auf LV-426 hatte, erforscht.
LV-426 ist ein fiktiver Mond (der aber stets irrtümlicherweise als ein Planet bezeichnet wird) im Zeta II Reticuli System.
Schiffsspezifikationen

Das Derelikt ist ein großes, asymmetrisches und gabelförmiges Raumschiff
mit einer dickeren zentralen Sektion zwischen den beiden Hörnern,
welche nach oben gekrümmt sind. Es hat drei große Öffnungen die sich in
Bodennähe zwischen den beiden Hörnern befinden, welche ins Innere des
Schiffs führen. Es ist eine der Öffnungen durch welche die
Mannschaftsmitglieder der Nostromo - Captain Dallas, Navigatorin
Lambert und der leitende Offizier Kane - ins Innere des Schiffs
gelangten. Das Interieur des Raumschiffwracks gleicht mit seinen
skelettartigen Wänden, den kreisförmigen Gängen und steilen Passagen
mehr einem gigantischen Biest als einem Raumfahrzeug.
Anmerkung:
Das Aliennest im Film Aliens gibt einen Hinweis darauf, daß die Aliens
das Schiff nach der Einnahme der Terraforming Station umformten.
Das
Derelikt ist möglicherweise eine Art biologisches Raumschiff einer sehr
fortschrittlichen und historischen Rasse - den Space Jockeys. Es hat
den Anschein als wäre es organisch und weißt Zeichen einer teilweisen
Versteinerung auf. Es ist aber dennoch möglich, daß es immer noch
funktionstüchtig ist seitdem es das automatische Funksignal ausgesendet
hat. Der tote Pilot ist ebenfalls mit dem Kommandostuhl auf der Brücke
des Schiffäquivalents verschmolzen.
Ein interessanter Aspekt des
Schiffs ist, daß exakt der Teil des Schiffes der von der Besatzung der
Nostromo gesichtet wurde komplett ungeklärt ist. Es sieht so aus, als
wäre es der Bogen oder die Front, da der Space Jockey scheinbar der
Pilot des Schiffes ist. Dies aber ist nicht mit Sicherheit zu sagen.
Die Außenseite des Schiffes ähnelt eher an das hintere Ende eines
Schiffs welches auf den Boden aufgeschlagen ist und dabei die Nase im
Dreck vergraben wurde. Welche Theorie man aber auch immer wählen mag
und akzeptiert ist immer davon abhängig, welche der
Hintergrundgeschichten von dem einzelnen Betrachter als die Richtige
befunden wird.
Mannschaft (Besatzung)

In einem gigantischen Cockpitraum, auf einer, wie ein Drehtisch aussehende
Struktur befand sich eine enorm große außerirdische Lebenform, die den
Anschein vor Allem aufgrund der Versteinerung erweckt, als wäre sie
schon eine extrem lange Zeit tot. Es scheint, als wäre diese Lebensform
aus dem ebenfalls riesigen Stuhl herausgewachsen. Es saß auf einem
gigantischen, teleskopartiken Objekt das nach oben ausgerichtet war und
vermutlich die Kontrolleinheiten des Piloten darstellte.
Des Weiteren hatte dieser Pilot ein beachtlich großes Loch in seinem
Brustkorb mit Rippenknochen, die nach außen gebogen waren. Als wäre
irgend etwas von innen nach außen explodiert. Nach wie vor ist nur sehr
wenig bekannt über den seit langer Zeit toten Organismus innerhalb des
Raumschiffwracks, welchem das Alien Filmproduktionsteam den Namen Space
Jockey gab. H.R. Giger, der Gestalter des Derelikts und des Space
Jockeys, nannte den Organismus ursprünglich einfach "Der Pilot".
Lambert brachte auf der Nostromo die Frage auf, was wohl mit der
restlichen Besatzung auf dem Raumschiffwrack geschehen ist, da man
keinerlei weitere sterbliche Überreste von anderen Space Jockeys an
Bord gefunden hatte.
Die Fracht
Kane, der leitende Offizier, entdeckte ein großes Loch in der Nähe der Seite bei
dem "Drehtisch" des Space Jockeys. Das Loch legt eine Vertiefung frei
als wäre es mit Hilfe von Säure durchbrannt worden. Dieses
Besatzungsmitglied meldete sich dann freiwillig um die Sache zu
untersuchen.

Als er am Boden der Vertiefung angekommen war
erforschte er das Innere. Er fand einen enorm großen, höhlenartigen
Frachtraum vor der mit Tausenden von lederartigen Objekten, die wie
Eier aussehen, gefüllt war. Die Eier waren mit einer dünnen Schicht
blauen Dunstes eingedeckt, die reagierten, als dieser Dunst
durchbrochen wurde. Ridley Scott erläutert während des
Regisseurkommentars auf der Alien Special Edition DVD, daß die Eier die
Fracht an Bord des Space Jockey Raumschiffs waren mit der Absicht diese
als eine besondere Art von biologischen Waffen einzusetzen oder ein
Wissenschaftstransportfahrzeug beförderte diese Eier als Fracht für
wissenschaftliche Studien.
Dieser Raum wurde aus den
naheliegenden Gründen die "Eierkammer" genannt und ist die Szene des
ersten Kontaktes mit dem Alienorganismus als der Facehugger aus einem
der Eier berstet und den Helm von Kane durchbricht (was man nicht
sieht) und sich dann an seinem Gesicht festklammert.
Quellen
Der Ursprung des Raumschiffwracks und dessen Insassen, dem Space Jockey,
stellen die einzigen Überreste eines Geheimnisses dar über das so gut
wie nichts bekannt ist. Auch in den folgenden Alienserien wurden die
Space Jockeyss nicht mehr erwähnt. Die Explosion des
Atmosphärenprozessors, welche in der Nähe des zentralen
Koloniekomplexes, fast am Ende des zweiten Films stattfand, zerstörte
vermutlich nicht das Raumschiffwrack, da Konlonisten etliche Jahre vor
der Entdeckung des Derelikts bereits auf LV-426 lebten. Das Derelikt
wurde nie mehr nach dem ersten Alienfilm, mit Ausnahme eines kurzen
Auftritts in der Special Edition von Aliens im Jahre 1991, gezeigt. In
dieser Special Edition wird die Entdeckung des Derelikts durch die
Jorden Familie auf dem nun kolonisierten LV-426 beschrieben. Dieser
erweiterten Einleitung folgend, wurden alle Mitglieder der Kolonie, bis
auf eine Person, von der Alienspezies getötet.
In Anlehnung an
das Aliens vs. Predator Computerspiel hatte das Dereliktschiff die
Explosion überlebt und die Firma etablierte eine neue Kolonie,
Atmosphärenprozessor und eine Forschungseinrichtung mit der Absicht das
Raumschiffwrack und seinen Inhalt zu studieren. Dies alles wurde aber
nach zehn Jahren durch eine neue, zweite Alienverseuchung zerstört als
ein unbekannter Marine das Kühlsystem des Atmosphärenprozessors
aufgrund einer weiteren Explosion deaktivierte.
Wissenswertes
In Übereinstimmung mit dem Buch Giger’s Alien waren die Eier ursprünglich
für eine Unterbringung in einer komplett separaten architektonischen
Konstruktion, welche die Form einer massiven Pyramide hatte, gedacht.
Dies würde auch eine vorherige Existenz einer heimischen Zivilisation
mit einbeziehen, die dann im Bezug zu den Kreaturen steht, die diese
dann auslöschte. Dies ist möglicherweise die Materie auf dem die
Pyramidenkonstruktion und der altertümliche Geschichtsschauplatz von
Alien vs. Predator basiert.
Mehr als hundert Requisiteneier
wurden für die Szene in der Kane die "Höhle" unter dem Derelikt
erforschte gebaut. Eine einzige spezielle und herausragende Eirequisite
wurde mit einer Hydraulik versehen mit welcher das Ei durch Ausklappen
von Schalen an der Oberseite geöffnet werden konnte. Die Szene in dem
der Facehugger Kane attackierte wurde am 10. September 1978 gedreht.
Ridley
Scott wünschte ein Frühwarnsystem das die Alieneier umgibt. Dies sollte
den Eiern die Anwesenheit von potentiellen Wirten signalisieren. Dieser
Effekt wurde durch die Nutzung eines blauen Scanlasers umgesetzt, der
durch Rauch auf die sichtbare Membran ausgerichtet wurde und diese
hervorheben sollte. Diese Membran stellte die Außenhaut der Alieneier
dar. Der Laser der benutzt wurde war eine Leihgabe an Scott von der
Rockgruppe "The Who".
Ridley Scott hatte, hinsichtlich des
Respekts zur Produktion von Alien den Wunsch festgesetzt, einen scharf
kritisierten Weltraumfilm zu drehen. Das Derelikt war als eine
überarbeitete Version "eines düsteren, alten Spukhauses" vorgesehen.